Fairer Handel trifft Muggelkirmes

Trotz wechselhaften Wetters war die diesjährige Muggelkirmes gut besucht. Mit dabei war auch die Eine-Welt-Servicestelle des VAKS, die gemeinsam mit der Fairtrade-Town Olpe einen Stand rund um den Fairen Handel gestaltete.

Für die Eine-Welt-Servicestelle waren Markus Determann und Wolfgang Silbermann vor Ort. Silbermann, inzwischen im Ruhestand, unterstützte die Aktion ehrenamtlich. Gemeinsam mit dem Team der Fairtrade-Stadt Olpe informierten sie Der Vormittag begann regnerisch und zunächst noch ruhig. Gegen 14 Uhr klarte das Wetter auf und gleichzeitig nahm der Besucherandrang deutlich zu. Insgesamt war die Muggelkirmes trotz des wechselhaften Wetters gut besucht.

Dabei musste zunächst etwas improvisiert werden. Der Stand lag etwas abseits und auf abschüssigem Gelände. Das eigentlich vorgesehene Dribbelspiel, bei dem ein Fairtrade-Fußball um Hütchen herumgedribbelt werden musste, ließ sich dort nicht sinnvoll durchführen. Dafür entwickelte sich ein kleines Münzspiel zum überraschend erfolgreichen Publikumsmagneten.

Markus Determann übernahm dabei die Rolle eines „Lockvogels“. Dreimal wurde eine Münze geworfen, die Mitspielenden mussten jeweils raten, ob Kopf oder Zahl geworfen wurde. Wer zweimal richtig lag, konnte sich unter den verschiedenen Giveaways eins aussuchen, darunter Parkscheiben, Malkreide für Kinder, Stofftaschen und Becher. Ganz dem Zufall überlassen war das Ergebnis allerdings nicht. Ein kleiner Zaubertrick sorgte dafür, dass niemand leer ausging (einige besonders aufmerksame Mitspielerinnen und Mitspieler kamen dem Trick sogar auf die Schliche).

Auf diese Weise fanden im Laufe des Tages schätzungsweise 50 bis 60 Menschen den Weg zum Stand. Während das Münzspiel für Aufmerksamkeit sorgte, ergaben sich spontan Gespräche mit den anderen Beteiligten über den fairen Handel. Gerade die spielerische Ansprache erwies sich damit als guter Türöffner.

Auch abseits unseres Standes gab es viel zu entdecken. Die traditionsreiche Olper Benefiz-Kirmes bot zahlreiche von Ehrenamtlichen gestaltete Spiel- und Aktionsstände sowie unter anderem einen Schnäppchenmarkt, ein großes Bücherantiquariat und ein umfangreiches Kaffee- und Kuchenangebot im OT (Offene Tür, Jugendbegegnungsstätte). Die Muggelkirmes verbindet seit Jahrzehnten gemeinsames Feiern mit sozialem Engagement. Für die Eine-Welt-Servicestelle war es trotz der nicht ganz einfachen Bedingungen ein erfolgreicher Tag. Der Stand wurde gut angenommen, das Münzspiel brachte viele Menschen vorbei und es ergaben sich zahlreiche Gespräche über den Fairen Handel.

Neueröffnung des Neunkirchener Weltladens

Die Eine-Welt-Servicestelle gratuliert zur Wiedereröffnung des Weltladens Neunkirchen

Die Eine-Welt-Servicestelle gratuliert dem Weltladen Neunkirchen herzlich zur erfolgreichen Wiedereröffnung seiner neuen Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße 3.

Die neuen Verkaufsräume präsentieren sich hell, freundlich und großzügig. Das erweiterte Sortiment reicht von fair gehandelten Lebensmitteln über Kunsthandwerk und Schmuck bis hin zu Geschenkideen und regionalen Besonderheiten wie der „Neunkirchener Kakao-Bohne“. Besonders schön: Für einige Schokoladen wurden die Verpackungen von Kindern aus Neunkirchen gestaltet.

Ins Auge fällt auch die Aktion „Blind Date mit einem Buch“. Die in Zeitungspapier eingewickelten Bücher geben ihren Titel nicht preis. Nur ein paar Stichworte verraten, was einen erwartet. Wer eines mitnimmt, kauft nicht nach Cover oder Bestsellerliste, sondern lässt sich einfach überraschen.

Zur Eröffnung waren zahlreiche Gäste gekommen. Bei kostenlosem Kaffee, Orangensaft, Wasser und einem Glas Sekt sowie kleinen Mango-Kokos-Bällchen und Waffeln blieb genügend Zeit für Gespräche und einen Rundgang durch den neuen Laden.

Im Gespräch erwähnte Martin Gerke außerdem eine bemerkenswerte Zahl: Der Weltladen ist inzwischen bereits zum sechsten Mal umgezogen. Umso mehr wünschen wir dem engagierten Team, dass der neue Standort nun für viele Jahre eine gute und dauerhafte Heimat wird.

Wir wünschen dem Weltladen Neunkirchen viel Erfolg, viele interessierte Besucherinnen und Besucher und allzeit faire Geschäfte!

https://www.weltladen-neunkirchen.com

https://www.weltladen-neunkirchen.com

Einladung zur Schatzsuche

Die Eine-Welt-Servicestelle lädt zur Schatzsuche ein!

In unserem Fairkörbchen haben wir Schätze aus der ganzen Welt gesammelt, selbstverständlich Fairtrade und ökologisch. Und auch das Körbchen selbst ist ein echtes Schmuckstück, liebevoll von Hand aus recycelten Materialien hergestellt.

Wer das Lösungswort unserer kleinen Schatzsuche findet, hat die Chance, diesen Präsentkorb zu gewinnen. Löst einfach die Fragen in unserem kleinen Quiz und schickt das Lösungswort per E-Mail an:

wolfgang.silbermann@vaks.info

ODER

markus.determann@vaks.info

  1. Welches Siegel steht besonders für fair gehandelte Produkte?
  2. A) Blauer Engel B) Fairtrade C) Grüner Knopf D) CE-Kennzeichnung
  •  Auf welchem Kontinent wird der meiste Kakao angebaut?
  • Afrika B) Europa C) Südamerika D) Ozeanien
  • Was ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Eine-Welt-Servicestelle?
  • Information B) Verkauf C) Reparaturen D) Lagerhaltung
  • Welches dieser Produkte gibt es mit dem Fairtrade-Siegel?
  • Tabak B) Benzin C) Streusalz D) Reis

Die Anfangsbuchstaben der richtigen Antworten ergeben untereinander geschrieben das Lösungswort. Schickt es uns bitte bis zum 28. Juli 2026. Viel Glück!

Personen, die außerhalb von Siegen wohnen, schicken wir das Körbchen auf Anfrage gerne zu. Und wer nicht gewonnen hat, darf sich bei uns einen kleinen Trostpreis abholen: einen Kugelschreiber und ein Samenpäckchen (solange der Vorrat reicht).

Klimawandel und Gerechtigkeit: Eine schwierige Beziehung

Themenabend: Klimawandel und Gerechtigkeit – eine globale Herausforderung

Am 26.05.2026 lud das zertifizierte BNE-Zentrum Klimawelten Hilchenbach zu einem Vortrag über die schwierige Beziehung zwischen Klimawandel und Gerechtigkeit ein.

Wolfgang Silbermann und sein Mitarbeiter Markus Determann von der Eine-Welt-Servicestelle informierten über die Ursachen des Klimawandels, dessen Folgen und über die Frage, wie die Menschheit mit dieser Herausforderung umgehen sollte. Was kann jetzt getan werden, um die Folgen der Klimakrise abzumildern? Und wer soll die gigantischen Schäden bezahlen?

Klar ist jedenfalls eines: Der Klimawandel ist da. Er ist zum allergrößten Teil menschengemacht. Und er ist eine Bedrohung nicht nur für die Artenvielfalt, sondern auch für Menschen.

Aber es sind nicht alle Menschen in gleicher Weise betroffen. Sowohl innerhalb von Gesellschaften als auch zwischen den Staaten gilt, dass arme Menschen tendenziell stärker betroffen sind. So können Gering-verdienerInnen ihre Wohnung nicht ausreichend dämmen, was zu einem höheren Strom- oder Brennstoffverbrauch führt und das Klima stärker belastet. Ebenso für Staaten: ärmere Staaten im Globalen Süden haben zu wenig Geld, um sich auf die Klimakrise anzupassen, können z. B. keine Dämme oder Rückhaltebecken bauen, die sie vor Überflutungen schützen.

Außerdem gilt: Es haben nicht alle gleichmäßig zum Klimawandel beigetragen, dies gilt wie oben gesagt sowohl individuell als auch für Staaten. Daraus folgt, dass wohlhabende Staaten einen relativ größeren, also gerechteren Beitrag leisten müssen, die unmittelbaren Folgen der Krise zu bewältigen bzw. die Krise, so weit es eben möglich ist, einzudämmen.

Das Problem ist hierbei allerdings, dass Anpassungsmaßnahmen auch eine soziale Komponente haben müssen, wenn sie in einer Demokratie

Akzeptanz finden wollen. Wenn Klimaschutzmaßnahmen als belastend oder bevormundend empfunden werden, wird die jeweilige Regierung möglicherweise abgewählt und an ihre Stelle tritt eine Regierung, die den Klimawandel für eine Lüge hält. Natürlich gibt es noch weitere Faktoren für die Abwahl einer Regierung und auch eine neue Regierung kann nicht ohne weiteres aus internationalen Verträgen aussteigen, aber wahrgenommene und als ungerecht empfundene Belastungen sind ein wichtiges Thema, wenn es um den Klimawandel geht.

Viele Maßnahmen zum Klimaschutz wurden politisch beschlossen. Aber auch wir selbst treffen jeden Tag Entscheidungen, die Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Gesellschaft haben. Die Frage ist also, wie wir in unserem unmittelbaren Umfeld etwas bewirken können. Hierfür ist der Handabdruck gedacht. Im Gegensatz zum bekannten Fußabdruck, der die jeweiligen individuellen Emissionen angibt und der kleiner werden soll, ist der Handabdruck ein Maß dafür, was wir in unserem unmittelbaren Umfeld bewirken können. Menschen sind verschieden in ihren Talenten und Neigungen und mit Hilfe eines einfachen kleinen Tests kann jeder Mensch herausfinden, wo er oder sie sich am besten einbringen kann.

Beim ökologischen Fußabdruck fragen wir: Wie groß ist mein Problem? Beim Handabdruck fragen wir: Wie groß kann mein Beitrag zur Lösung der Krise sein?  Und hier der Test zum Selbermachen:  https://www.handabdruck.eu/

Präsentation „Klimakrise und Gerechtigkeit“ herunteladen

Renate Dillmann: Medien. Macht. Meinung.

Termin: Dienstag, 10. Juni 2026, 19.00 Uhr

Ort: Kulturhaus Lÿz , Sankt-Johann-Straße 18, 57074 Siegen

Medien informieren, ordnen ein und prägen öffentliche Debatten. Doch welche Rolle spielen sie bei der Wahrnehmung internationaler Konflikte, von Krieg und Frieden sowie sicherheitspolitischen Entscheidungen?

Diesen Fragen geht die Politikwissenschaftlerin und Autorin Renate Dillmann in ihrem Vortrag zum Buch „Medien, Macht, Meinung – Auf dem Weg in die Kriegstüchtigkeit“ nach. Darin vertritt sie die These, dass Medien politische Entwicklungen nicht nur begleiten, sondern auch die öffentliche Wahrnehmung und Bewertung von Konflikten mit beeinflussen. Anhand aktueller Beispiele beleuchtet sie das Zusammenspiel von Medien, Politik und öffentlicher Meinungsbildung.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, die Rolle von Medien in gesellschaftlichen Debatten kritisch zu reflektieren und über unterschiedliche Sichtweisen ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für Fragen, Diskussion und Austausch.

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend mit neuen Denkanstößen und einer offenen Diskussion.

Einladung zur Friedens-Fahrradtour 18. – 26. Juli

Liebe Interessierte am Radeln und am Frieden,

wir möchten euch auf eine ganz besondere Tour hinweisen. Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen gegen Aufrüstung, Wehrpflicht, Kriegstüchtigkeit und all den anderen Wahnsinn.

Deswegen wollen wir gerne mit euch von Siegen ausgehend einen Teil der Strecke zurücklegen. Wir treffen uns am Siegener Herrengarten ab 11.00 Uhr zur Auftaktveranstaltung.

Einladung zur 18. Siegener Afrika-Tagung

Die 18. Siegener Afrika-Tagung steht 2026 unter dem Thema „Starke Frauen Afrikas“. Im Mittelpunkt stehen Frauen, die auf dem afrikanischen Kontinent Geschichte geprägt haben und Gegenwart gestalten – in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur.

Die Tagung fragt nach historischen Veränderungen der Rolle von Frauen in afrikanischen Gesellschaften und richtet den Blick zugleich auf ihr heutiges Engagement, ihre Handlungsspielräume und die Hindernisse, denen denen sie weiterhin begegnen.

Die Verabnstaltung findet statt am:

Samstag, 25. April 2026, von 9.30 bis 17.30 Uhr im KrönchenCenter, VHS Siegen, Markt 25, 57072 Siegen.

Zum Auftakt geht es um die Rolle der Frau in afrikanischen Gesellschaften und deren Veränderungen im Lauf der Geschichte. Am Nachmittag folgen zwei weitere thematische Schwerpunkte: starke Frauen Afrikas in Wirtschaft und Politik sowie starke Frauen im kulturellen Bereich. Das Programm verbindet damit historische Einordnung, gesellschaftliche Analyse und konkrete Beispiele weiblicher Gestaltungskraft. Als ReferentInnen sind nach dem vorliegenden Programm Dolly Afoumba (Uni MArburg) und Renate Helm (Africa’s People Africa’s Power Siegen) vorgesehen; außerdem ist ein Kurzfilm eingeplant.

Freuen Sie sich auf spannende Vorträge, anregende Diskussionen und neue Perspektiven auf die Rolle von Frauen in afrikanischen Gesellschaften. Wir laden herzlich dazu ein, dabei zu sein und mitzudiskutieren.

Einladung zur Siegener Friedenswerkstatt

Frieden entsteht nicht von selbst.

Er wächst aus Gesprächen, aus Fragen – und aus der Bereitschaft, einander wirklich zuzuhören.

Die Friedenswerkstatt lädt zum Mitdenken ein:

Wie können Menschen trotz aller Unterschiede zusammenleben?

Welche Ideen helfen, Konflikte zu überwinden?

Der nächste Runde Tisch der Friedenswerkstatt findet am:

 Donnerstag, 12. März, um 19 Uhr in den Räumen des VAKS, Sandstraße 28, statt.

Nehmen Sie Platz. Denken Sie mit!