Aktuelles

Faire Woche 2021

Die Faire Woche 2021 findet vom 10. bis zum 24. September zum 20. mal statt.
Diesjähriges Thema und Motto der Aktion lautet „Menschenwürdige Arbeitsbedingungen“ und „Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte“.

 

 

Präsentation – „Sichtwechsel“

Präsentation der SICHTWECHSEL-Aktionstage des VAKS e.V. im Rahmen von „Ernährung in unserer Welt“ in der Siegener Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung BlueBox
Wann: Fr. 10.9. 15:00 – 16:30 Uhr
Wo: BlueBox. Sandstraße. 54, 57072 Siegen
Weitere Infos: wolfgang.silbermann@vaks.info, 0271 3878313

FAIRradtour – in der Fairtrade-Region Biggeland

Eine 25 km lange Radroute mit 4 Raststationen in den drei Kommunen Olpe, Drolshagen und Wenden bieten Spiel und Informationen im Rahmen des Fairen Handels für Jung und Alt.
Wann: So. 12.9. 10:00 – 16:00 Uhr
Weitere Infos: T. Wurm, 02722 631605

Buchvorstellung „fair for life“

Eine Veranstaltung von Stadt Bad Berleburg, Projekt kommunale Entwicklungspolitik
Wann: Di. 14.09. Ab 19:00 Uhr
Wo: Stadtbücherei Bad Berleburg. Poststraße 42, 57319 Bad Berleburg
Weitere Infos: j.durstewitz@bad-berleburg.de, 02751 923113

Fairactivist

Junge Aktivist*innen veranstalten eine Stadtrally und zeigen auf, was den persönlichen Konsum und die Nachhaltigkeit verbessern kann.
Weitere Infos: sara-kremer@gmx.d

3. Siegener Parking Day

Die Internationale RE-Urbanisierung Aktionstag „Parking Day“ veranstaltet vom VAKS e.V. adfc, vcd, Eine-Welt-Weltladen St. Michael, Stadt Siegen, Verbraucherzentrale Siegen und Velocity Siegerland.
Wann: 18.9. 10:00 – 13:00 Uhr
Wo: Vor dem KrönchenCenter. Markt 9-25, 57072 Siegen
Weitere Infos: wolfgang.silbermann@vaks.info, 0271 3878313

Festival der Siegener Gemüsevielfalt

Was erwartet Dich:
-Saatgut-Teilen
-Saatgut Workshop
-Tomatenverkostung
-Infos zum Urbanen Gärtnern Siegen-Wittgenstein
-Freier Austausch und Kennenlernen
Weitere Infos: info@siegenisstbunt.de

Filmabend „2040 – Wir retten die Welt“

Eine Veranstaltung von Stadt Bad Berleburg, Projekt kommunale Entwicklungspolitik.
Wann: Di. 21.09. Ab 19:00 Uhr
Wo: Zentrum Via Adrina. Stedenhofstr. 2b, 57319 Bad Berleburg – Arfeld
Weitere Infos: j.durstewitz@bad-berleburg.de, 02751 923113

Konkreter Friedensdienst

Informationsveranstaltung der Servicestelle für Entwicklungsinitiativen Engagement Global zum „Konkreten Friedensdienst“ für 18 bis 25 jährige Menschen, die Erfahrungen durch Auslands-Projekteinsätze sammeln möchten.
Wann: Do. 23.9. 18:00 – 20:00 Uhr
Wo: VHS Siegen. KrönchenCenter. Markt 9-25, 57072 Siegen
Weitere Infos: vhs@siegen.de, 0271 4043000

FilmFAIRführung „2040 – Wir retten die Welt“

Eine Veranstaltung von Eine-Welt-Forum Siegen-Wittgenstein in Kooperation mit „Umsonstladen“
Wann: 23.9. Ab 17:30 Uhr
Wo: frei:RAUM. Lörstraße 30, 57072 Siegen
Weitere Infos: lali.mgaloblishvili@vaks.info, 0271 2501383

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen stehen auf dem Terminkalender oder im Flyer.

 

 

 

Archiv

Durch Krisen lernen – Eine Welt neu denken!

Am 12./13. März 2021 fand trotz Corona-Krise die 24. Eine-Welt-Landeskonferenz statt: insgesamt ca. 230 engagierte Menschen trafen sich im digitalen Konferenzgebäude auf der Online-Plattform Gather. Dadurch gab es, fast wie bei einer echten LAKO, zahlreiche und von den Teilnehmer*innen geschätzte Gelegenheiten zum Austauschen und Vernetzen.
„Dieser Planet braucht uns nicht, wir aber ihn.“, stellte der bekannte Meteorologe und Klimaexperte Sven Plöger in seinem Impulsvortrag gleich zu Beginn der Konferenz fest. Beckie Malay vom Global Call to Action Against Poverty (GCAP), die aus den Philippinen zugeschaltet wurde, ergänzte mit ihrem Impuls den Fokus auf globale Ungerechtigkeiten.
Gemeinsam und doch coronakonform getrennt schloss der Freitagabend mit einem digitalen Live-Cooking sowie dem für viele ersten live Konzert- und Poesieabend seit Monaten ab.
In insgesamt 14 Workshops und Foren wurde am Samstag mit Referent*innen aus aller Welt ein tiefergehender Blick auf die Krisen unserer Zeit geworfen. So wurden u.a. Fragen dazu gestellt, was die Mücke eigentlich für uns tut, welcher Zusammenhang zwischen dem Duisburger Hafen und der Unterdrückung der uigurischen Minderheit in China besteht und wie viel Kolonialismus noch in unserer Visapolitik steckt.  Eines der Highlights der Konferenz war zudem die Podiumsdiskussion mit der Aktivistin und Autorin Hannah Lübbert (Jugendrat der Generationenstiftung), Ricarda Lang (Bündnis 90/Die Grünen), Hermann Gröhe (MdB, CDU) und Stefan Unterlandstättner (Deutsche Kreditbank), die kontrovers darüber diskutierten, ob und wie Krisen wie die Pandemie zu einer nachhaltigen Entwicklung führen (können).
„Es war ein unglaublich schöner Raum um die Vielfältigkeit der Probleme und Krisen der Welt in Beziehung mit der Vielfältigkeit des zivilgesellschaftlichen Engagements der Einen Welt Arbeit zu setzen.“ Dieses Zitat aus unserem digitalen Gäst*innenbuch und viel weiteres schönes Feedback motiviert uns schon mal für die nächste LAKO – ob digital oder in Präsenz.
Die Informationen, Dokumentationen, Präsentationen und weiteres finden Sie unter: https://eine-welt-netz-nrw.de/lako/dokumentation2021/

 

Bundesregierung einigt sich auf abgeschwächtes Lieferkettengesetz
Kommentar der Initiative Lieferkettengesetz

Berlin, 12.02.2021. Die heute von der Bundesregierung bekanntgegebene Einigung auf einen Kompromiss für ein Lieferkettengesetz kommentiert Johanna Kusch, Koordinatorin des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Initiative Lieferkettengesetz“:

„Der heutige Kompromiss ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung: ‚Made in Germany‘ darf nicht länger für Kinderarbeit oder Fabrikeinstürze in den Lieferketten deutscher Unternehmen stehen. Ein Anfang hierfür ist jetzt gemacht. Das ist auch ein Erfolg all der zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaftler*innen, Unternehmen und hunderttausenden Bürger*innen, die sich seit Jahren für ein solches Gesetz aussprechen.

Klar ist aber: Ein wirkungsvolleres Gesetz wäre möglich gewesen. Doch offenbar sind der CDU ihre guten Beziehungen zu den Wirtschaftsverbänden wichtiger als der effektive Schutz von Menschenrechten und Umwelt. Nur so ist zu erklären, dass das Gesetz zunächst nur für so wenige Unternehmen gilt. Durch die fehlende zivilrechtliche Haftung wird Opfern von schweren Menschenrechtsverletzungen ein verbesserter Rechtsschutz vor deutschen Gerichten verwehrt. Und auch die Pflicht zur Einhaltung von Umweltstandards berücksichtigt das Gesetz nur marginal – hier gibt es dringenden Nachbesserungsbedarf.

Umso wichtiger ist es, dass in Zukunft eine Behörde prüfen wird, ob sich Unternehmen an ihre Sorgfaltspflichten halten. Verstößt ein Unternehmen gegen seine Pflichten, kann die Behörde Bußgelder verhängen und das Unternehmen von öffentlichen Aufträgen ausschließen. Das ist ein großer Fortschritt zu den bisherigen freiwilligen Ansätzen.

Die Bundestagsabgeordneten fordern wir nun dazu auf, sicherzustellen, dass die Sorgfaltspflichten von Unternehmen den UN-Leitprinzipien entsprechen. Ein Lieferkettengesetz muss auch Umweltstandards abdecken und eine zivilrechtliche Haftungsregelung enthalten, um die Schadensersatzansprüche von Betroffenen zu stärken.“

Hintergrund:
Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Zusammenschluss aus 124 zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Gewerkschaften und kirchlichen Akteuren. Eine ausführliche Analyse des heute vorgestellten Gesetzentwurfs wird das Bündnis in Kürze vorlegen.

Pressestatement, Initiative Lieferkettengesetz, vom 12.02.2021. Quelle: https://lieferkettengesetz.de/presse/
Weitere Hintergrundinformationen und Themenschwerpunkte über die Initiative Lieferkettengesetz finden Sie hier.
Formular um bundesweite Initiative “Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland” zu unterzeichnen,  finden Sie  hier.

 

ökoRAUSCH Wissenswelt
Ausstellung zu zukunftsfähigen Lebensstilen und Gesellschaftsentwürfen

Ab sofort steht die ökoRAUSCH Wissenswelt als Wanderausstellung zum Verleih zur Verfügung. Auf Anfrage von Vereinen, NGOs, Museen, Umweltbildungsstätten, kulturellen oder sozialen Einrichtungen, Designveranstaltungen, nachhaltigen Märkten und Messen oder auch Städten wird sie an Einrichtungen NRW-weit verschickt.
Die partizipative Wissensausstellung wurde erstmals auf dem ökoRAUSCH Festival für Design und Nachhaltigkeit vom 28.8. – 24.9.2020 im MAKK, Museum für Angewandte Kunst Köln, gezeigt.
Sie knüpft an den Themenkomplext des nachhaltigen Designs an und macht ökologische und soziale Hintergründe greifbar. Warum ist es nötig, einen neuen, ressourcenschonenden Umgang mit Materialien zu entwickeln? Weshalb engagieren wir uns für Gender-Gerechtigkeit? Mit welchen Instrumenten lässt sich die Umsetzung von gesellschaftlichen Visionen in die Realität befördern?
Positive Alternativen für eine nachhaltige Zukunft öffnen die Gedanken dafür, dass auch andere Lebens-, Konsum-, Produktions-, Wirtschafts-, und Politikkonzepte möglich sind, die ein gutes, ökologisch und sozial verantwortungsvolles Leben für alle ermöglichen können. Wir alle können an einer nachhaltigen Gestaltung der Gesellschaft mitwirken.
Der Verleih der Wanderausstellung ist kostenfrei, wir kümmern uns um Transport und Aufbau. Detailliertere Informationen zu Platzbedarf, Terminen etc. auf Anfrage (stadt.land.welt@posteo.de)

Weitere Informationen: https://www.oekorausch.de/  und  https://stadt-land-welt.org/wanderausstellung
sowie Flyer zu donwnloaden.

 

Landesregierung verabschiedet weiterentwickelte Nachhaltigkeitsstrategie

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat eine aktualisierte und um wichtige Zukunftsthemen ergänzte Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Mit vielfältigen Zielen und Maßnahmen zeigt die Strategie den Weg hin zu einem nachhaltigen Leben und Wirtschaften im bevölkerungsreichsten Bundesland.
Ministerpräsident Armin Laschet: „Nordrhein-Westfalen leistet mit der neu vorgelegten Nachhaltigkeitsstrategie auf Basis der 17 UN-Ziele konkrete Beiträge zur Bewahrung der Schöpfung und für ein nachhaltiges Wirtschaften. Nordrhein-Westfalen ist Vorreiterland: Wir zeigen, wie Nachhaltigkeit bei uns, in einem hoch entwickelten und dicht besiedelten Industrieland im Herzen Europas gelingen kann. Damit können wir weltweit Vorbild sein. Nordrhein-Westfalen setzt sich für eine Zukunft ein, in der Ökologie und Ökonomie verantwortungsvoll vereinbar sind.“
„Indem wir uns als Gesellschaft und Volkswirtschaft nachhaltig aufstellen, gestalten wir Zukunft und Zukunftsmärkte. Jede und jeder Einzelne kann in diesem Jahrzehnt der Nachhaltigkeit dazu einen Beitrag leisten“, so Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: „Gleichzeitig ist die neue Strategie auch eine zentrale Leitplanke für den Weg aus der Corona-Pandemie. Dieser muss mit spürbaren Schritten in Richtung Nachhaltigkeit verbunden sein, damit sich die Wirtschaft nicht nur erholen kann, sondern Nordrhein-Westfalen klimafreundlicher, ressourceneffizienter und nachhaltiger aus der Krise hervorkommt.“

Orientierung an UN-Nachhaltigkeitszielen

Fünf Jahre nach Verabschiedung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung durch die Vereinten Nationen (VN) am 25. September 2015 orientiert sich die Landesregierung mit dieser Nachhaltigkeitsstrategie noch stärker an der Agenda 2030 und an den in ihr enthaltenen 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs). Die Landesregierung greift die besonderen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung für Nordrhein-Westfalen landespolitisch auf und stellt ihre Beiträge zur Erreichung der Ziele der Agenda 2030 dar.
Inhalte, Ziele und Maßnahmen der Strategie sind nunmehr auch eng an der Systematik der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (in der Fortschreibung von 2018) ausgerichtet. So soll erreicht werden, dass sich die Aktivitäten von Bund und Land gegenseitig unterstützen und ein insgesamt substanzieller deutscher Beitrag zur Umsetzung der SDGs gelingen kann.

Ziele und Indikatoren

Kernstück der neuen Nachhaltigkeitsstrategie ist ein Set aus 67 konkreten Zielen und Indikatoren. Diese sind eng mit den Zielen auf Bundesebene verzahnt und orientieren sich an den globalen Nachhaltigkeitszielen, die von den Vereinten Nationen am 25. September 2015 mit der weltweiten Agenda 2030 beschlossen wurden. Ökologie, Wirtschaft und das soziale Miteinander finden dabei gleichermaßen Berücksichtigung.
Die Bandbreite der Ziele und Indikatoren reicht von einer Erhöhung des Öko-Landbaus auf 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche, über die Stärkung der Umweltwirtschaft als wichtiges Zukunftssegment, bis hin zu einer Mindestinvestition von 3,5 Prozent des BIP in Innovationen und Lösungen für die Zukunft. Weitere Indikatoren beschreiben den Ausbau der Ganztagsbetreuung im Grundschulalter und die Steigerung der Rohstoffproduktivität bis 2030. Zudem beinhaltet die Strategie wichtige Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und die Elektromobilität.
Die Nachhaltigkeitsstrategie wird ergänzt durch die NRW-Nachhaltigkeitsberichterstattung, die der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) über das Portal www.nachhaltigkeitsindikatoren.nrw.de veröffentlicht. Auf Grundlage der Ziele und Indikatoren in der weiterentwickelten Nachhaltigkeitsstrategie wird IT.NRW den Internet-Auftritt unter www.nachhaltigkeitsindikatoren.nrw.de zeitnah überarbeiten.

Weltweit größter öffentlicher Emittent von Nachhaltigkeitsanleihen

Eine besondere Vorreiterrolle nimmt Nordrhein-Westfalen unter anderem bei der Ausgabe von Nachhaltigkeitsanleihen ein. Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren sechs Nachhaltigkeitsanleihen mit einem Gesamtvolumen von fast elf Milliarden Euro auf den Finanzmärkten platziert. Damit ist Nordrhein-Westfalen der größte öffentliche Emittent von Nachhaltigkeitsanleihen weltweit und das erste und bisher einzige deutsche Land, das Anleihen in diesem Bereich begibt. Die mehrfachen Auszeichnungen mit Branchenpreisen bestätigen den Erfolg der Nachhaltigkeitsanleihen des Landes.
„Das Nachhaltigkeitsprinzip ist uns besonders wichtig – ökonomisch und politisch“, bekräftigt Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen. „Wir erzielen eine hohe Nachfrage am Markt und ermöglichen gleichzeitig wichtige Investitionen für die Zukunft unseres Landes.“

24.09.2020 / weitere Informationen: http://bitly.ws/9XAZ