Aktuelles

Kompostierung mit der Wurmkiste
Onlineworkshop 27.04.21 19.00 – 20.30 Uhr

Kompost im Wohnzimmer produzieren?           
Ja, das geht! Und das riecht auch gar nicht.
Aber warum denn überhaupt Würmer?
Weil die Kompostwürmer deinen Biomüll der in der Küche anfällt zügig und in der Wohnung ganzjährig in wertvollen Humus verwandeln – fast von allein!
Wir zeigen euch wie ihr leicht eure eigene Wurmkiste baut, wie ihr sie pflegt und was ihr mit der wertvollen Erde machen könnt.

Referentin:
Lisa Neumann interessiert sich seit Kindertagen für Natur- und Tierschutz. Die gelernte Mediengestalterin lebt in Siegen und engagiert sich dort für die Aufklärung zu einer nachhaltigeren Lebensweise.
Anmeldung:
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung mit einer Email an: lea.burwitz@vaks.info
Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei.

 

Durch Krisen lernen – Eine Welt neu denken!

Am 12./13. März 2021 fand trotz Corona-Krise die 24. Eine-Welt-Landeskonferenz statt: insgesamt ca. 230 engagierte Menschen trafen sich im digitalen Konferenzgebäude auf der Online-Plattform Gather. Dadurch gab es, fast wie bei einer echten LAKO, zahlreiche und von den Teilnehmer*innen geschätzte Gelegenheiten zum Austauschen und Vernetzen.
„Dieser Planet braucht uns nicht, wir aber ihn.“, stellte der bekannte Meteorologe und Klimaexperte Sven Plöger in seinem Impulsvortrag gleich zu Beginn der Konferenz fest. Beckie Malay vom Global Call to Action Against Poverty (GCAP), die aus den Philippinen zugeschaltet wurde, ergänzte mit ihrem Impuls den Fokus auf globale Ungerechtigkeiten.
Gemeinsam und doch coronakonform getrennt schloss der Freitagabend mit einem digitalen Live-Cooking sowie dem für viele ersten live Konzert- und Poesieabend seit Monaten ab.
In insgesamt 14 Workshops und Foren wurde am Samstag mit Referent*innen aus aller Welt ein tiefergehender Blick auf die Krisen unserer Zeit geworfen. So wurden u.a. Fragen dazu gestellt, was die Mücke eigentlich für uns tut, welcher Zusammenhang zwischen dem Duisburger Hafen und der Unterdrückung der uigurischen Minderheit in China besteht und wie viel Kolonialismus noch in unserer Visapolitik steckt.  Eines der Highlights der Konferenz war zudem die Podiumsdiskussion mit der Aktivistin und Autorin Hannah Lübbert (Jugendrat der Generationenstiftung), Ricarda Lang (Bündnis 90/Die Grünen), Hermann Gröhe (MdB, CDU) und Stefan Unterlandstättner (Deutsche Kreditbank), die kontrovers darüber diskutierten, ob und wie Krisen wie die Pandemie zu einer nachhaltigen Entwicklung führen (können).
„Es war ein unglaublich schöner Raum um die Vielfältigkeit der Probleme und Krisen der Welt in Beziehung mit der Vielfältigkeit des zivilgesellschaftlichen Engagements der Einen Welt Arbeit zu setzen.“ Dieses Zitat aus unserem digitalen Gäst*innenbuch und viel weiteres schönes Feedback motiviert uns schon mal für die nächste LAKO – ob digital oder in Präsenz.
Die Informationen, Dokumentationen, Präsentationen und weiteres finden Sie unter: https://eine-welt-netz-nrw.de/lako/dokumentation2021/

 

Bundesregierung einigt sich auf abgeschwächtes Lieferkettengesetz
Kommentar der Initiative Lieferkettengesetz

Berlin, 12.02.2021. Die heute von der Bundesregierung bekanntgegebene Einigung auf einen Kompromiss für ein Lieferkettengesetz kommentiert Johanna Kusch, Koordinatorin des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Initiative Lieferkettengesetz“:

„Der heutige Kompromiss ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung: ‚Made in Germany‘ darf nicht länger für Kinderarbeit oder Fabrikeinstürze in den Lieferketten deutscher Unternehmen stehen. Ein Anfang hierfür ist jetzt gemacht. Das ist auch ein Erfolg all der zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaftler*innen, Unternehmen und hunderttausenden Bürger*innen, die sich seit Jahren für ein solches Gesetz aussprechen.

Klar ist aber: Ein wirkungsvolleres Gesetz wäre möglich gewesen. Doch offenbar sind der CDU ihre guten Beziehungen zu den Wirtschaftsverbänden wichtiger als der effektive Schutz von Menschenrechten und Umwelt. Nur so ist zu erklären, dass das Gesetz zunächst nur für so wenige Unternehmen gilt. Durch die fehlende zivilrechtliche Haftung wird Opfern von schweren Menschenrechtsverletzungen ein verbesserter Rechtsschutz vor deutschen Gerichten verwehrt. Und auch die Pflicht zur Einhaltung von Umweltstandards berücksichtigt das Gesetz nur marginal – hier gibt es dringenden Nachbesserungsbedarf.

Umso wichtiger ist es, dass in Zukunft eine Behörde prüfen wird, ob sich Unternehmen an ihre Sorgfaltspflichten halten. Verstößt ein Unternehmen gegen seine Pflichten, kann die Behörde Bußgelder verhängen und das Unternehmen von öffentlichen Aufträgen ausschließen. Das ist ein großer Fortschritt zu den bisherigen freiwilligen Ansätzen.

Die Bundestagsabgeordneten fordern wir nun dazu auf, sicherzustellen, dass die Sorgfaltspflichten von Unternehmen den UN-Leitprinzipien entsprechen. Ein Lieferkettengesetz muss auch Umweltstandards abdecken und eine zivilrechtliche Haftungsregelung enthalten, um die Schadensersatzansprüche von Betroffenen zu stärken.“

Hintergrund:
Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Zusammenschluss aus 124 zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Gewerkschaften und kirchlichen Akteuren. Eine ausführliche Analyse des heute vorgestellten Gesetzentwurfs wird das Bündnis in Kürze vorlegen.

Pressestatement, Initiative Lieferkettengesetz, vom 12.02.2021. Quelle: https://lieferkettengesetz.de/presse/
Weitere Hintergrundinformationen und Themenschwerpunkte über die Initiative Lieferkettengesetz finden Sie hier.
Formular um bundesweite Initiative “Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland” zu unterzeichnen,  finden Sie  hier.

 

ökoRAUSCH Wissenswelt
Ausstellung zu zukunftsfähigen Lebensstilen und Gesellschaftsentwürfen

Ab sofort steht die ökoRAUSCH Wissenswelt als Wanderausstellung zum Verleih zur Verfügung. Auf Anfrage von Vereinen, NGOs, Museen, Umweltbildungsstätten, kulturellen oder sozialen Einrichtungen, Designveranstaltungen, nachhaltigen Märkten und Messen oder auch Städten wird sie an Einrichtungen NRW-weit verschickt.
Die partizipative Wissensausstellung wurde erstmals auf dem ökoRAUSCH Festival für Design und Nachhaltigkeit vom 28.8. – 24.9.2020 im MAKK, Museum für Angewandte Kunst Köln, gezeigt.
Sie knüpft an den Themenkomplext des nachhaltigen Designs an und macht ökologische und soziale Hintergründe greifbar. Warum ist es nötig, einen neuen, ressourcenschonenden Umgang mit Materialien zu entwickeln? Weshalb engagieren wir uns für Gender-Gerechtigkeit? Mit welchen Instrumenten lässt sich die Umsetzung von gesellschaftlichen Visionen in die Realität befördern?
Positive Alternativen für eine nachhaltige Zukunft öffnen die Gedanken dafür, dass auch andere Lebens-, Konsum-, Produktions-, Wirtschafts-, und Politikkonzepte möglich sind, die ein gutes, ökologisch und sozial verantwortungsvolles Leben für alle ermöglichen können. Wir alle können an einer nachhaltigen Gestaltung der Gesellschaft mitwirken.
Der Verleih der Wanderausstellung ist kostenfrei, wir kümmern uns um Transport und Aufbau. Detailliertere Informationen zu Platzbedarf, Terminen etc. auf Anfrage (stadt.land.welt@posteo.de)

Weitere Informationen: https://www.oekorausch.de/  und  https://stadt-land-welt.org/wanderausstellung
sowie Flyer zu donwnloaden.

 

Landesregierung verabschiedet weiterentwickelte Nachhaltigkeitsstrategie

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat eine aktualisierte und um wichtige Zukunftsthemen ergänzte Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Mit vielfältigen Zielen und Maßnahmen zeigt die Strategie den Weg hin zu einem nachhaltigen Leben und Wirtschaften im bevölkerungsreichsten Bundesland.
Ministerpräsident Armin Laschet: „Nordrhein-Westfalen leistet mit der neu vorgelegten Nachhaltigkeitsstrategie auf Basis der 17 UN-Ziele konkrete Beiträge zur Bewahrung der Schöpfung und für ein nachhaltiges Wirtschaften. Nordrhein-Westfalen ist Vorreiterland: Wir zeigen, wie Nachhaltigkeit bei uns, in einem hoch entwickelten und dicht besiedelten Industrieland im Herzen Europas gelingen kann. Damit können wir weltweit Vorbild sein. Nordrhein-Westfalen setzt sich für eine Zukunft ein, in der Ökologie und Ökonomie verantwortungsvoll vereinbar sind.“
„Indem wir uns als Gesellschaft und Volkswirtschaft nachhaltig aufstellen, gestalten wir Zukunft und Zukunftsmärkte. Jede und jeder Einzelne kann in diesem Jahrzehnt der Nachhaltigkeit dazu einen Beitrag leisten“, so Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: „Gleichzeitig ist die neue Strategie auch eine zentrale Leitplanke für den Weg aus der Corona-Pandemie. Dieser muss mit spürbaren Schritten in Richtung Nachhaltigkeit verbunden sein, damit sich die Wirtschaft nicht nur erholen kann, sondern Nordrhein-Westfalen klimafreundlicher, ressourceneffizienter und nachhaltiger aus der Krise hervorkommt.“

Orientierung an UN-Nachhaltigkeitszielen

Fünf Jahre nach Verabschiedung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung durch die Vereinten Nationen (VN) am 25. September 2015 orientiert sich die Landesregierung mit dieser Nachhaltigkeitsstrategie noch stärker an der Agenda 2030 und an den in ihr enthaltenen 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs). Die Landesregierung greift die besonderen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung für Nordrhein-Westfalen landespolitisch auf und stellt ihre Beiträge zur Erreichung der Ziele der Agenda 2030 dar.
Inhalte, Ziele und Maßnahmen der Strategie sind nunmehr auch eng an der Systematik der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (in der Fortschreibung von 2018) ausgerichtet. So soll erreicht werden, dass sich die Aktivitäten von Bund und Land gegenseitig unterstützen und ein insgesamt substanzieller deutscher Beitrag zur Umsetzung der SDGs gelingen kann.

Ziele und Indikatoren

Kernstück der neuen Nachhaltigkeitsstrategie ist ein Set aus 67 konkreten Zielen und Indikatoren. Diese sind eng mit den Zielen auf Bundesebene verzahnt und orientieren sich an den globalen Nachhaltigkeitszielen, die von den Vereinten Nationen am 25. September 2015 mit der weltweiten Agenda 2030 beschlossen wurden. Ökologie, Wirtschaft und das soziale Miteinander finden dabei gleichermaßen Berücksichtigung.
Die Bandbreite der Ziele und Indikatoren reicht von einer Erhöhung des Öko-Landbaus auf 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche, über die Stärkung der Umweltwirtschaft als wichtiges Zukunftssegment, bis hin zu einer Mindestinvestition von 3,5 Prozent des BIP in Innovationen und Lösungen für die Zukunft. Weitere Indikatoren beschreiben den Ausbau der Ganztagsbetreuung im Grundschulalter und die Steigerung der Rohstoffproduktivität bis 2030. Zudem beinhaltet die Strategie wichtige Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und die Elektromobilität.
Die Nachhaltigkeitsstrategie wird ergänzt durch die NRW-Nachhaltigkeitsberichterstattung, die der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) über das Portal www.nachhaltigkeitsindikatoren.nrw.de veröffentlicht. Auf Grundlage der Ziele und Indikatoren in der weiterentwickelten Nachhaltigkeitsstrategie wird IT.NRW den Internet-Auftritt unter www.nachhaltigkeitsindikatoren.nrw.de zeitnah überarbeiten.

Weltweit größter öffentlicher Emittent von Nachhaltigkeitsanleihen

Eine besondere Vorreiterrolle nimmt Nordrhein-Westfalen unter anderem bei der Ausgabe von Nachhaltigkeitsanleihen ein. Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren sechs Nachhaltigkeitsanleihen mit einem Gesamtvolumen von fast elf Milliarden Euro auf den Finanzmärkten platziert. Damit ist Nordrhein-Westfalen der größte öffentliche Emittent von Nachhaltigkeitsanleihen weltweit und das erste und bisher einzige deutsche Land, das Anleihen in diesem Bereich begibt. Die mehrfachen Auszeichnungen mit Branchenpreisen bestätigen den Erfolg der Nachhaltigkeitsanleihen des Landes.
„Das Nachhaltigkeitsprinzip ist uns besonders wichtig – ökonomisch und politisch“, bekräftigt Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen. „Wir erzielen eine hohe Nachfrage am Markt und ermöglichen gleichzeitig wichtige Investitionen für die Zukunft unseres Landes.“

24.09.2020 / weitere Informationen: http://bitly.ws/9XAZ

 

In welcher Zukunft wollen wir leben?

Die Corona-Krise bedroht und bestimmt unser aller Sicherheitsgefühl.
Wir sind miteinander verbunden und abhängig. Dieses Gespür verstärkt sich in der jetzigen Zeit.
Unsere Welt wird bestimmt durch die Bekämpfung von Armut, sowie eine gerechte Verteilung von Reichtum; durch den bedrohlichen Klimawandel; durch eine schwierige wirtschaftliche Situation; durch bewaffnete Konflikte (internationaler Terror, Verbreitung von Nuklearwaffen, etc.); durch unterschiedliche Fluchtbewegungen; und durch gesundheitliche Bedrohungen.

Wir empfinden die Verletzlichkeit und Unsicherheit unserer Lebenswirklichkeit am eigenen Leib.
Wie können wir eine Gesellschaft organisieren, und wie erhalten wir ein solidarisches Miteinander um uns, unser Gemeinwesen, aber auch unsere Beziehungen zu Mitmenschen auf unserer Einen Welt?
Als Eine-Welt-Promotor*innen  versuchen wir u.a. die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die über den Fairen Handel durch existenzsichernde Arbeitslöhne, notwendige Sozialstandards und gerechte Handelsbedingungen abgesichert werden vor Ausbeutung und Ungerechtigkeiten zu schützen.

Einbrechende Absatzmärkte gefährden derzeit die Existenz von 1,7 Millionen Fairtrade-Partnern in den Anbauländern und diese Menschen benötigen unsere Solidarität.
Es besteht die große Sorge, dass die Gesundheitssysteme in den Ländern des Südens einer möglichen Pandemie nicht gewachsen sind.
Die Corona-Krise erzeugt in ungeahnter Weise eine  tiefenwirksame globale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Es zeigt sich, dass in dieser Krise ein friedliches auf Solidarität bezogenes Miteinander die richtige Methode und Lösung ist.

Das Verständnis, dass unser aller Gesundheit aktuell sehr wichtig ist steht den wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten der Zukunft gegenüber.
Der Zusammenhalt, die vernünftige auf das Miteinander gerichtete Ausrichtung und Umwandlung von Systemabläufen, kann eine Welt schaffen, die es gelernt hat solidarisch und friedlich miteinander umzugehen.
Unserer Meinung nach ist auch eine zukunftsfähige Eine-Welt-Arbeit wichtig, um den Frieden, die Solidarität untereinander auszubauen.
Wir setzen uns dafür ein, dass unser globaler Zusammenhalt mit friedlichen Mitteln gefestigt wird (ohne Einsatz jeglicher Kampfmittel).

Rüstung, Verteidigung und militärische Übungen oder Auseinandersetzungen schädigen die Umwelt, beeinflussen das Weltklima, schädigen das Gemeinwesen, ruinieren Handelsmärkte, etc.
Papst Franziskus betonte in seiner Osterbotschaft 2020 den globalen und sofortigen Waffenstillstand in allen Teilen der Welt, und forderte, dass jetzt nicht der Zeitpunkt ist Waffen zu produzieren und zu verkaufen.
Nutzen wir also das Verständnis und das Vermögen grundsätzlich solche lebenszerstörenden Strukturen abzubauen und darauf hinzuwirken, dass die Losung der 80er Jahre sich bewahrheitet:

FRIEDEN SCHAFFEN OHNE WAFFEN (verfasst 1982 in Berlin, von R. Havemann und R. Eppelmann)

Uns sind alle siebzehn Nachhaltigkeitsziele wichtig und sie bestimmen unsere Eine-Welt-Arbeit.
Gerade in der jetzigen Zeit ist das 16 Ziel: „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ grundlegend für ein funktionierendes Zusammenleben, und eben Basisarbeit.